Freitag, 22. Juni 2007

Pink Panther Himmel


Lichtspiele
Stürmisch, unbeständig und regnerisch präsentiert sich das Wetter in meinen letzten Tagen hier. Es geht dem Ende zu. Übers Wochenende wird ordentlich Midsommar gefeiert - hoffentlich ohne Wetterüberraschungen, Montag ist Aufräumtag und am Dienstag gehts nach Dänemark. Lulu hat mich bereits fürs Beachvolleyballturnier angemeldet.


Sonntag, 17. Juni 2007

SM Hoppning 2007

Von Donnerstag bis heute Sonntag fanden die schwedischen Meisterschaften im Springreiten in Falun, Lugnet statt. Nach aufwendigen Vorbereitungen wie dem Stallbau und dem Parcours, kamen Reiter aus ganz Schweden um am Turnier teilzunehmen.

Der Platz zum Auf- und Abwärmen, sowie zum Einspringen vor dem Wettkampf
Traditionelle Reiterquadrille aus der Region Dalarna
Junioren beim Einspringen
Der Wettkampf
Die Anlage präsentiert sich hier von ihrer besten Seite, aber es war nicht immer so schön - zwischendurch hat's auch geregnet.

Nach genauerer Betrachtung der Reiter, Pferde und dem Fuhrpark, musste ich wieder feststellen, dass Pferdesport elitär ist und sich auch so verkauft ;-) - Tabbert Wohnwägen, dementsprechende Zugfahrzeuge, riesige Trailer und importierte Pferde aus Holland und Deutschland. Mir hat's gefallen und ich möchte sofort zu Reiten beginnen, am Besten noch heute :-)

Montag, 11. Juni 2007

Der Tag X - Fotos, Nachtrag



(http://www.photomotion.se)

Sonntag, 10. Juni 2007

Der Tag X

Sightseeing einmal anders!

Who's fucking idea was this?

Sprüche, die man auf Laufdressen zu lesen bekommt und sofort erahnen lassen, worum es hier geht: Der Stockholm Marathon 2007 stand vergangenen Samstag, also gestern, auf dem Programm. Über 17.000 Athleten und Athletinnen fanden sich in der Metropole ein, um bei nicht ganz laufgünstigen 29°C ihre Kondition unter Beweis zu stellen. Auch Szabi und ich machten uns Vormittags auf den Weg zum Laufevent. Was wir in Stockholm vorfanden, war ein top organisierter Empfang der Teilnehmer und massenhaft Läufer. Was allen etwas zu schaffen machte, war zweifellos die Hitze. Sämtliche drängten sich in den Schatten der Bäume - in den Zelten war's auf Grund der stehenden Luft kaum auszuhalten - und tranken literweise Wasser.

Kurz vor dem Start, noch sichtlich motiviert
Um 14:00 Uhr Ortszeit gings los. Da Szabi und ich nicht in der Topgruppe starteten (kein Wunder ;-) ) gingen! wir die ersten sechs Minuten bis zur Startlinie. Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl war ein früheres Loslaufen unmöglich.

Die erste Runde durch Stockholm, in etwa 20km, konnten wir richtig geniessen! Wir fühlten uns zu diesem Zeitpunkt frisch, ausgeruht und hielten unser Tempo. Wir hatten sogar Zeit, die am Streckenrand postierten Fans und Passanten zu sehen und gewannen einen guten Gesamteindruck von diesem Event. Doch wurde jede Erfrischungsstation ausgenützt und viel getrunken.

Man ließ sich immer wieder gern motivieren ;-)
Die zweite Runde erschien ungleich schwerer und schleppender. Szabi machte die Hitze zu schaffen und er fiel immer wieder zurück. Bei Kilometer 25 fällten wir die gemeinsame Entscheidung, trotz unseres Vorhabens gemeinsam zu Laufen, uns zu trennen. Von da ab, lief jeder allein - gegen die Zeit. Ich hatte im Unterbewusstsein das Gefühl, gegen die vier Stunden laufen zu können, doch hatten die Pace-Maker (Läufer, die eine gewisse Zeit laufen und denen man folgen kann) mit der 4:15h Markierung Szabi und mich kurz vor unserer Trennung überholt - der 4:30 war in Sichtweite. Trotzdem versuchte ich es und startete durch. Bis Km 33 gings flott voran - ich hatte das Gefühl mich immer weiter vorzuarbeiten, überholte unzählige Läufer. Dann kam ein bissl ein Einbruch. Seitenstechen, schwere Beine und die Hitze setzte mir zu. Ich registrierte keine Zuschauer mehr, war nur auf mich konzentriert und dachte nur: kämpf' dich durch!
Gedanken rasten mir durch den Kopf. Hätte ich mich von Szabi nicht getrennt, hätte ich vielleicht nicht mal die Chance gehabt den Marathon zu beenden. Das langsamere Laufen kostete mich mehr Kraft.
Auf den letzten Kilometern - nach jeder Trinkstation muss man sich selbst in den Hintern treten nicht einfach weiterzugehen, sondern sein Tempo erneut aufzunehmen - war es reine "Kopfsache". Ein Blick auf die Uhr spornte mich irgendwie nochmals an und die letzten 2 Km zum Olympiastadionseingang waren geschafft. Die halbe Runde im Stadion war überwältigend. Ich beschleunigte nochmals, registrierte die Zuschauer, hatte das Ziel vor Augen. Ich überquerte die Ziellinie - endlich. Stoppte meine Zeit und war überglücklich. Ich hatte es geschafft - knapp unter vier Stunden. Mir schossen die Tränen in die Augen... ein unbeschreibliches Gefühl, etwas auf das man lange hintrainiert hat, zu schaffen.

Ich wartete im Zielbereich auf Szabi, der auch ziemlich erschöpft aber überglücklich den Marathon beenden konnte.

Später gings zu Christian und Tom, die uns gut bekochten und bei denen wir übernachten durften - danke. Nach einem kurzen Anstossen, gings für Szabi und mich auch gleich ins Bett.

Ein großartiges Erlebnis (fast) am Ende meines Schwedenaufenthaltes, von dem ich noch lange zehren werde. Heute, Sonntag, bei unserer Rückkehr nach Falun, wurden wir herzlichst von Freunden (Katze, Julia, Corina, ihrer Schwester Susanna und Stefan) mit einem riesen Plakat empfangen. Bitte auf Stefans Blog schauen, um die Bilder zu sehen!

Für genauere Informationen zum Marathon, unseren Zeiten usw. könnt ihr auf http://www.stockholmmarathon.se/resultat2007/ vorbeischauen, unsere Namen eingeben und die genaue Auflistung erhalten.

...stolz, glücklich, erleichtert...



Dinner am Dach

Auch für Mela ist hier in Falun Schluss. Es geht zurück nach Puglia, wo wieder der Alltag und einige Prüfungen auf sie warten :(
Ihre beste Freundin Elisa hatte vor ihrer Abreise noch ein Abendessen auf dem Britsendach für sie organisiert. Melas Wunsch mit einem Prinzen zu speisen, wurde nachgekommen und es kam folgende Rollenverteilung zustande:
Mela = Mela
Szabi = Kellner
Elisa & Martin = Küchenchef und Kartoffelschäler
Tobi = Prinz
Also hab ich alles richtig gemacht und bin nur dagesessen und hab aufs Essen, das alle meine Erwartungen übertroffen hat, gewartet. ;)

Szabi, der Kellner (bitte die "fast weißen " Handschuhe beachten)


Mela und der Prinz
Die Küchenchefs Martin und ElisaDie Schauspieltruppe

Nach dem Vier-Gänge-Menü kamen noch einige andere gute Freunde Melas aufs Dach, um mit ihr anzustoßen und zu feiern. Unglaublich ist die Helligkeit auf dem Bild, das um 01:30 gemacht wurde!