Sonntag, 8. April 2007

No way nowhere in Norway

oder Grenzgänger im schwedisch-norwegischen Naturschutzgebiet

Da hab ich ja im Titel fast einen neuen Zungenbrecher konstruiert ;)

Noch wichtiger aber als der Zungenbrecher, war die Geschichte um das vergangene Osterwochenende und wie es dazu kam. Stefan, Szabi und ich beschlossen Ostern dieses Mal nicht im Kreise engster Britsenverwandtschaft zu verbringen, sondern entschieden uns für eine Dreitagestour in den Fulufjäll-Nationalpark zum Wandern.

Wie auf diesem Bild bereits ersichtlich, stehen unsere Helden hier wieder etwas weiter nördlich als Falun, wo der Frühling noch nicht so ganz durchgedrungen ist. Der Horizont nimmt kein Ende und es ist unglaublich hell...

Unser Weg fürht uns am höhsten Wasserfall Schwedens vorbei, der im Winter zum Eiskletterparadis wird.

Die Anhöhe erreicht, bietet sich ein toller Ausblick ins schwedische Land - Stefan sichtlich gut gelaunt, fotografiert auch fleissig.

Kaum die Hochebenen erreicht, zieht ein heftiger Wind auf und wir sind um unsere Ausrüstung froh. (übrigens schon lustig, dass ich Mama und Papa zwei Tage vor dem Trip meine wärmeren Sachen mitgegeben hab - trotzdem hat's gereicht - gute Softshelljacke/-hose!)

Wir ereichen unser Tagesziel, das nach kurzer Inspektion zu unserem Basislager ausgebaut wird und steigen mit leeren Rucksäcken zum Auto zurück ab, um den restlichen Proviant zu holen.

Nach dem Holzsägen und Kleinhacken, Feuermachen und Suppekochen, werden die Stinkfüße zum wärmenden Feuer gehalten, ein Bierchen aufgemacht (für den Nichtbiertrinker gibts einen Cider) und einfach nur mehr genossen. Tolle Lichtspiele am abendlichen Himmel unterhalten uns.

Am nächsten Morgen gehts zur größten geplanten Tour los, wir wollen den höchsten Berg des Nationalparks besteigen und die norwegische Grenze erreichen.

Unendlich erscheinende Weiten

Guten Morgen, die Augen sind eher noch auf Night-ModeDas Wetter zuerst noch herrlich, schlägt dann wegen des aufkommenden starken Windes um und wechselt ständig - kühl wirds.

Wir erreichen den stürmischen Gipfel und verweilen nur für schnelle Gipfelsturmfotos. Wir hatten mindestens den Eindruck auf einer Polarexpedition zu sein und den Nordpol erreicht zu haben.

Beim Abstieg schaffen wir es auch noch über die norwegische Grenze und sind somit für einen kurzen Augenblick ausserhalb der EU ;)

Beim Rückweg dem Schneesturm nicht ganz entkommen (20 Meter Sicht und waagrecht daherschießende Eiskristalle), geniessen wir den wärmenden Ofen und Stefan nimmt ein Fußbad - er hat sich's verdient!

Auch dieses Abenteuer nimmt ein Ende und so führt der Weg zurück zum Auto. Der Schnee wird in tieferen Lagen weicher und Szabi versinkt bis zum Knie - nur gut, dass wir bei unseren Touren auf dem Schnee gehen konnten.

Eine der tierreichsten Regionen Schwedens - wir haben nichts gesehen, ausser einem Yeti mit rotem Pullover - und waren trotzdem nicht allein.

Am Heimweg noch eine schnelle Rast an einem der vielen herrlichen Seen
Auch hier wird der Frühling bald einziehen und Scharen von Touristen und Einheimische anlocken, die den Nationalpark stürmen werden. Wir waren froh fast allein zu sein, denn ausser ein paar Schneemobilfahrern war niemand zu sehen.


Wieder zurück war Duschen angesagt - zweimal hat dann doch gereicht, die olphaktorischen Eindrücke loszuwerden - die anderen behält man gerne ;)



1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Total schöne Bilder, echt unglaublich! Oster-Bussi aus Graz, Sissl